Inhaltsstoffe im Trinkwasser: Was steckt in unserem Leitungswasser?

12.09.2019 15:41

Was steckt im Leitungswasser?

Der größte Anteil der im Trinkwasser enthaltenen Stoffe entfällt auf Mineralien, darunter zum Beispiel Kalzium, Magnesium und Natrium. Die Anteile dieser Mineralien schwanken je nach Region, ebenso eventuelle Fremd- und Schadstoffe.

Den größten Teil der im Trinkwasser enthaltenen Stoffe nehmen wir im täglichen Umgang überhaupt nicht wahr, denn meist sind ihre Anteile sehr gering oder sogar kaum nachweisbar. Anders sieht es bei Calcium und Magnesium aus. Beide Stoffe, so wichtig sie für unsere Gesundheit sind, machen sich beim Umgang mit Trinkwasser vor allem störend bemerkbar: Als hartnäckige, teils kaum entfernbare Ablagerungen an Wasserhähnen, Wasserkochern, Kaffeemaschinen und vielen anderen Haushaltsgegenständen.

Neben diesen teils lebenswichtigen Mineralien, die sich auf positiv auf die Haut, Haare, Knochen und Muskeln auswirken können, befinden sich auch Chlorid und Sulfat im Trinkwasser. Leider können auch immer wieder Schadstoffbelastungen gemessen werden. Gegen diese müssen Wasseraufbereitungsanlagen, wie zum Beispiel Klärwerke, unverzüglich vorgehen.

Unter diesen Schadstoffbelastungen versteht man Anteile von Arsen, Blei, Fluorid, Cadmium und sogar radioaktive Stoffe wie Uran. Dieses kann bei ungünstigen Umständen durch Kühlwasser von Atomkraftwerken und ähnlichem ins Grundwasser gelangen. Leider konnten bereits auch eine erhöhte Belastung Medikament Rückständen, Bioziden und Pestiziden nachgewiesen werden. Dass von Zeit zu Zeit verschiedene Stoffe in unserem Trinkwasser nachgewiesen werden können, liegt trotz der schon strengen Regelungen daran, dass es Inhaltsstoffabhängig noch keine festgelegten Obergrenzen oder Prüfsituationen beschlossen wurden. Wie Sie jetzt schon bemerken, ist auch Deutschland nicht ganz vor bösen Überraschungen geschützt, doch das ist Meckern auf höchstem Niveau. Bisher konnte bei korrekten Hauswasserinstallationen noch keine relevante Beeinträchtigung durch das deutsche Leitungswasser nachgewiesen werden.

Wie bekomme ich Informationen über das Leitungswasser bei mir zu Hause?

Die beste Informationsquelle für das Leitungswasser bei Ihnen zu Hause ist ihr lokaler Wasserversorger. Jeder Anbieter gibt auf seiner Website nähere Informationen über die Inhaltsstoffe und deren Menge im Trinkwasser an. Daher haben wir hier für seine Liste der Wasserversorger für die Großstädte Deutschlands zusammengestellt und die allgemeine Wasserhärte für diese Gebiete herausgeschrieben.

Sollten sie weiterführende Informationen zu der Beschaffenheit und den Inhalten ihres Trinkwassers haben wollen, lohnt sich immer eine Kontaktaufnahme mit Ihrem Wasserversorger. Doch bitte bedenken sie, dass der Wasserversorger nur für die Qualität bis zum Hausanschluss verantwortlich ist. Jede durch die Hausinstallation bedingte Beeinflussung der Trinkwasserqualität liegt in den Händen des Hauseigentümers.

Muss ich, soll ich oder kann ich mein Trinkwasser zuhause aufbereiten?

Alles kann, (fast) nichts muss. Diese abgedroschene Phrase passt hier genau. Sollte bei ihnen wirklich eine mangelhafte Qualität an Leitungswasser vorliegen, was innerhalb Deutschlands annähernd auszuschließen ist, dann lohnt sich ein Blick auf die Hausinstallation und die dort genutzten Materialien sowie den Stand der Technik. Haben sie diesbezüglich Fragen, dann empfiehlt es sich Fachleute, wie ansässige SHK-Betriebe zu Rate zu ziehen.

Jede weitere Filterung und Aufbereitung, wie durch Filterkartuschen in Tischwasserfilter-Systemen, sind nur für den eigenen Geschmack und die Lebensdauer ihrer Elektrogeräte relevant. Besonders für den Genuss von Heißgetränken wie Tee und Kaffee sind solche portablen Lösungen perfekt. Der Verkalkung von Wasserkocher und Kaffeemaschine wird vorgebeugt und auch das fertige Getränk zeigt keine optischen oder geschmacklichen Mängel durch Kalk auf. Ein größerer Aufwand mit Umkehrosmose-Anlagen oder Entsalzungs-Anlagen ist meist für sie als Menschen nicht notwendig.