Leitungswasser in Deutschland

11.09.2018 00:00

Sauberes Trinkwasser in Deutschland klares Leitungswasser

„Trinkwasser ist Wasser für den menschlichen Bedarf. Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel, es kann nicht ersetzt werden.“

Einleitungs- und Leitsatz der DIN 2000 (Zentrale Trinkwasserversorgung)

 

Wir in Deutschland haben richtig Glück mit unserem Wasser. Wobei Glück streng genommen gar nicht mit im Spiel ist. Denn in Deutschland ist Leitungswasser das am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Es gibt engmaschige Kontrollen und klare Richtlinien für die im Wasser gelösten Stoffe:

  • Was darf überhaupt im Wasser sein?
  • Wie hoch darf die Konzentration der einzelnen Stoffe sein?
  • Welche Einflussfaktoren wirken auf mein Trinkwasser bis es aus dem Hahn kommt?

Sobald man sich mal etwas näher mit dem Thema Leitungs- bzw. Trinkwasser auseinandersetzt, stellen sich immer mehr Fragen, als man zuerst vermutet hätte. Daher wollen wir in dieser Artikelreihe einen Beitrag zur Aufklärung über deutsches Leitungswasser leisten. Zudem gehen wir darauf ein, welche weiteren Faktoren, darunter die Wasserversorger, eine Rolle bei der Qualität des Leitungswassers spielen.

Woher kommt unser Leitungswasser?

 

„Die Qualität des Trinkwassers wird in der Trinkwasserverordnung gesetzlich geregelt; hinzu kommen verschiede Leitlinien, Rechtliche Grundlagen, Empfehlungen und Regelwerke.“

Umweltbundesamt 

Unabhängig von der unterschiedlichen Herkunft des Leitungswassers gelten immer die gleichen Regeln für die Qualität des Wassers. Obwohl sich der Geschmack des Trinkwassers durch die im Boden befindlichen Mineralien regional unterscheidet, muss es ungeachtet seiner Herkunft genussanregend, klar und kühl, farblos und geruchlich- so wie geschmacklich einwandfrei sein.Den Ursprung unseres Trinkwassers kann man in hauptsächlich 3 Kategorien einteilen:

  • Grund- und Quellwasser
  • Direkt genutztes See-, Talsperren- und Flusswasser
  • Uferfiltrat

Wer legt fest was im Trinkwasser enthalten sein darf?

Die Trinkwasserverordnung wird von einem gemeinnützigen Verein, dem DVGW, entwickelt. Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. wurde bereits 1859 gegründet. Seit über 100 Jahren testet, forscht und bildet der Verein aus. Er legte den Grundstein für die hohen Sicherheits- und Qualitätsstandards, die wir heute fast unbeachtet genießen. Mit jährlich stattfindenden Treffen und einer immer stärkeren Vernetzung wird die Trinkwasserverordnung immer wieder überarbeitet.

Von wem wird unser Leitungswasser kontrolliert – und wie verlässlich sind die Kontrollen?

Die Qualitätssicherung des Trinkwassers liegt in der Verantwortung der Gesundheitsämter, als die dem Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) unterstellten Behörden auf Länderebene. Das Gesundheitsamt hat die Aufgabe, die Wasserversorgungsanlagen zu überwachen.

Die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) kann lokale Wasserversorger für die Qualitätskontrolle zulassen. Die Zulassungskriterien sind wiederum, so wie alles im Trinkwasserbereich, durch innerdeutsche, und/oder europäische Normen geregelt. Mit diesem Verfahren kann eine einwandfreie Qualitätsprüfung und -sicherung gewährleistet werden.