Für Ihre Gesundheit und erfrischenden Genuss: Darauf sollten sie bei Ihrem Leitungswasser achten

12.09.2019 15:56
Was ist Wasserhärte? Wie wird Wasserhärte angegeben?

Die Wasserhärte, auch Karbonathärte oder umgangssprachlicher als Kalkgehalt benannt, ist die Angabe über die Menge an im Wasser gelösten Kalzium- und Magnesiumverbindungen. Die Wasserhärte wird in „Grad deutscher Wasserhärte“ oder in Millimol pro Liter angegeben. Millimol ist die Einheit der Stoffmenge und hat ihren Ursprung in bei chemischen Reaktionen. Ein Mol enthält in etwa 602 Trilliarden Teilchen des entsprechenden Stoffes. Die Teilchenzahl hängt genau von der Stoffmenge ab.

In Deutschland wird die Wasserhärte in drei Bereiche eingeteilt: Weich, mittel und hart. In früheren Zeiten gab es auch noch den Härtebereich „sehr hart“, dieser galt jedoch nur bis 2007 und verfiel, durch eine Anpassung an europäische Standards. Die drei Härtegrade sind:

Härtebereich

Calciumcarbonat pro Liter

(in Millimol)

Grad deutscher Härte (in °dH)
WeichWeniger als 1,5Weniger als 8,4
Mittel1,5 bis 2,58,4 bis 14
HartMehr als 2,5Mehr als 14

Leitungswasser trinken: Gesund oder ungesund?

Leitungswasser zu trinken ist nicht gesundheitsgefährdend. Die Qualität unseres Leitungswassers ist so gut, dass Erkrankungen ausgeschlossen werden können. Das einzige Gesundheitsrisiko liegt in der Hausinstallation. Leben Sie in einem Altbau, der vor 1980 entstand, dann gibt es eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass noch Leitungen aus Blei verlegt wurden. Bleileitungen in der Hauswasserinstallation zu nutzen war zu dem Zeitpunkt noch normal. Doch langjährige Forschung zeigte, dass Blei gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen kann. Mit dieser Erkenntnis kam das Verbot dieses Schwermetall in Wohnanlagen zu verwenden. Sollten sich noch Bleileitungen in Ihrem Haus befinden, so sollten sie diese schnellstmöglich austauschen lassen.

Neben der Verwendung von Blei können aber auch weitere Faktoren die Qualität des Trinkwassers in Ihrer Wohnung oder ihrem Haus negativ beeinflussen. Stehendes Wasser, durch gekappte, aber nicht entfernte Rohrleitungen, oder Stichleitungen (T-förmige Installation) können für die Verkeimung Ihrer Rohrleitungen sorgen. In der Regel sind aber auch diese Verunreinigungen, für durchschnittlich gesunde Menschen kein Risiko. Sollten sie generell zu einer für Infektionen eher anfälligen Risikogruppe gehören, so lohnt sich ein Test des heimischen Leitungswassers, um etwaige Unwägbarkeiten auszuschließen. Eine dieser Risikogruppen prägte die Namengebung für die bereits überall bekannten Legionellen. Doch selbst diese können getrunken keinen Schaden anrichten.

Was sind Legionellen?

Legionellen sind natürlich im Wasser vorkommende Bakterien, welche sich zwischen 15°C und 55°C am stärksten vermehren. Daher sollte das Kaltwasser unter 15°C und das Warmwasser, zumindest einmal pro Woche in seiner Gesamtheit, auf über 55°C gehalten werden. Bei der Überschreitung von 60°C sterben die Keime ab. Bei einer Unterschreitung von 15°C findet keine nennenswerte Vermehrung statt. Daher gibt es für Trinkwasserspeicher, auch in privaten Einfamilienhäusern, eine wöchentlich stattfindende thermische Desinfektion, welche über die Heizungssteuerung geschaltet werden kann.

Legionellen haben ihren Namen durch die Erkrankung einiger Mitglieder einer Legion erhalten. Diese Risikogruppe (Männliche Raucher über 60 Jahre) steckte sich in einem Hotel an.

Die einer Lungenentzündung ähnliche Krankheit wurde über das Duschwasser übertragen. Legionellen können nur über zerstäubtes Wasser (sogenannte Aerosole) in die Lunge gelangen und erst auf diesem Weg eine Infektion auslösen. Früh genug erkannt kann diese bereits gut behandelt werden.


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